Wie hoch ist die Radonbelastung an Ihrer Adresse?
Radon ist ein radioaktives Gas aus dem Boden, das man weder riechen noch sehen kann. Prüfen Sie, ob Ihre Adresse in einem amtlichen Radonvorsorgegebiet liegt und wie hoch die Radonkonzentration in der Bodenluft laut BfS-Prognose ist.
Die Karte färbt jeden Kreis nach der prognostizierten Radonkonzentration in der Bodenluft (rn90, kBq/m³, BfS-Prognosekarte). Kreise mit amtlich ausgewiesenen Radonvorsorgegebieten sind markiert. Klicken Sie auf einen Kreis für Details.
Wie viel Radon kommt an Ihrer Adresse aus dem Boden, und was heißt das für Ihr Haus?
Geben Sie die Adresse ein. Sie sehen sofort und kostenlos den Wert der BfS-Prognosekarte für die 1-km-Zelle und ob die Gemeinde Radonvorsorgegebiet ist. Ob die Adresse im Hotspot oder am Rand liegt, warum, was Keller und Baujahr daraus machen, wie Sie messen und was Schutz kostet, steht erst im Bericht.
Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs, und in Vorsorgegebieten gelten Pflichten beim Neubau und an Arbeitsplätzen. Eine Messung kostet 30 bis 50 Euro, eine Sanierung bis zu 5.000; der Bericht sagt vorher, ob und wo sich das lohnt. Er ersetzt keine Messung.
- Hotspot oder Rand: der Wert Ihrer 1-km-Zelle und der 16 Nachbarzellen, der Median von Gemeinde, Kreis, Land und Deutschland mit Rang, und Gestein, Boden und Grundwasser (BGR), die den Wert erklären
- Vorsorgegebiet und Pflichten: Status von Gemeinde und Kreis mit Rechtsgrund (§§ 121, 123, 127 StrlSchG), und was Keller, Bodenplatte, Baujahr und Lüftung daraus machen (Referenzwert 300 Bq/m³, WHO 100)
- Messen und schützen: welches Gerät, wie lange, was es kostet, und Maßnahmen von 0 bis 5.000 Euro mit Wirkung, als PDF von 10 bis 14 Seiten mit einem Kapitel dazu, was die Prognosekarte nicht sagt
Die Kurzauskunft ist kostenlos und ohne Anmeldung. Sie können auch eine Koordinate eingeben.
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Quellen BfS, BGR, Landesbehörden · kein Ersatz für eine Messung
Was ist Radon und warum sollten Sie es wissen wollen?
Radon ist ein radioaktives Edelgas, das natürlich im Boden aus Uran entsteht. Es steigt aus dem Untergrund auf und dringt über Risse, Fugen und Leitungsdurchführungen in Gebäude ein, vor allem in Keller und Erdgeschoss. Man merkt nichts davon: Radon ist farblos, geruchlos und geschmacklos. Trotzdem ist es nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs; das Bundesamt für Strahlenschutz rechnet Radon rund fünf Prozent der Lungenkrebstodesfälle in Deutschland zu. In den Mittelgebirgen, etwa im Erzgebirge, Fichtelgebirge, Schwarzwald und Harz, sind die Konzentrationen deutlich höher als im Flachland.
Diese Karte kombiniert zwei amtliche Quellen: die Radonvorsorgegebiete, die sechs Bundesländer nach § 121 Strahlenschutzgesetz festgelegt haben, und die BfS-Prognose der Radonkonzentration in der Bodenluft. Möchten Sie sicher wissen, wie Ihr Gebäude abschneidet? Dann ist selbst messen der einzige Weg. Lesen Sie auch, was Radon genau ist, was es für die Gesundheit bedeutet und wie eine Radonsanierung funktioniert.
Machen Sie den Radon-Risikocheck für Ihr Gebäude
Beantworten Sie fünf Fragen und erhalten Sie eine Einschätzung, ob eine Radonmessung für Ihr Gebäude sinnvoll ist. Der Check ist eine Orientierung und ersetzt keine Messung.
Radon nach Bundesland
Höchstes Radonpotenzial
- Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge 396 kBq/m³
- Kreisfreie Stadt Suhl 177 kBq/m³
- Landkreis Hof 141 kBq/m³
- Landkreis Rosenheim 134 kBq/m³
- Landkreis Garmisch-Partenkirchen 133 kBq/m³
- Kreisfreie Stadt Rosenheim 133 kBq/m³
Niedrigstes Radonpotenzial
- Landkreis Emsland 11 kBq/m³
- Landkreis Grafschaft Bentheim 11 kBq/m³
- Landkreis Celle 13 kBq/m³
- Landkreis Uelzen 13 kBq/m³
- Landkreis Harburg 14 kBq/m³
- Landkreis Lüchow-Dannenberg 14 kBq/m³
Vertiefung
Häufige Fragen zu Radon
Was ist Radon?
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das im Boden aus Uran entsteht. Man kann es nicht sehen, riechen oder schmecken. Es dringt über Risse, Fugen und Leitungsdurchführungen aus dem Boden in Gebäude ein und sammelt sich vor allem in Keller und Erdgeschoss.
Ist Radon gefährlich?
Langfristige Belastung mit Radon erhöht das Lungenkrebsrisiko. Nach dem Rauchen ist Radon laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und WHO die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der gesetzliche Referenzwert für Innenräume liegt bei 300 Bq/m³.
Was ist ein Radonvorsorgegebiet?
Ein Radonvorsorgegebiet ist ein amtlich festgelegtes Gebiet nach § 121 Strahlenschutzgesetz, in dem erwartet wird, dass der Referenzwert von 300 Bq/m³ in einer beträchtlichen Zahl von Gebäuden überschritten wird. Dort gelten besondere Pflichten, etwa die Messpflicht für Arbeitsplätze im Keller und Erdgeschoss und erweiterte Anforderungen beim Neubau.
Wo in Deutschland ist die Radonbelastung am höchsten?
Die höchsten Werte werden in den Mittelgebirgen mit granitreichem Untergrund gemessen: im Erzgebirge und Vogtland, im Fichtelgebirge, im Bayerischen Wald, im Thüringer Wald, im Schwarzwald und im Harz. Sechs Bundesländer haben dort Radonvorsorgegebiete ausgewiesen.
Wie erfahre ich, wie viel Radon in meinem Haus ist?
Nur eine Messung gibt Gewissheit. Passive Radonmessgeräte (Exposimeter) messen einige Monate und werden dann im Labor ausgewertet; aktive Messgeräte zeigen die Konzentration laufend an. Karten und Prognosen zeigen nur das Gebietspotenzial, nie den Wert eines einzelnen Gebäudes.